Informationen zu Backups:

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Backups: warum und wie?

Wenn erst einmal wichtige Dokumente fehlen, kommt die Erkenntnis, warum Backups so wichtig sind, zu Spät. Daher hier eine kleine Einleitung warum man Backups machen sollte und und wie man das tun kann. Wer trotz der Lektüre dieser Informationen noch einen Datenverlust erleidet, ist selbst Schuld :-)

 

Wozu Backups?

Digitale Fotos, Hausarbeiten, Dokumente weg? Wer jetzt kein Backup hat, ist selber Schuld! Dabei ist es ganz einfach. Man muss sich nur einmal Gedanken darüber gemacht haben...

Viele Benutzer glauben, daß sie keine Backups ihrer wichtigen Daten benötigen, wenn sie mit ihrem Rechner nicht im Internet surfen oder 'besonders umsichtig' damit umgehen. Völlig falsch! Die Gefahren für einen Datenverlust liegen natürlich auch bei digitalen Schädlingen, die über die Internetanbindung auf den heimischen PC gelangen. Allerdings gibt es auch noch eine Menge andere Wege, wie es zu einem totalen Datenverlust kommt... Die häufigste Ursache dürfte bei defekten Festplatten liegen; Seit einigen Jahren hat die Qualität der Festplatten stark abgenommen. Früher liefen die Speicherlaufwerke meist problemlos und hatten eine lange Lebensdauer. Heute fallen viele Festplatten schon nach einem Jahr aus den unterschiedlichsten Gründen aus. Das kommt immer unverhofft und ohne Vorwarnung! Meist lassen sich dann gar keine Daten mehr von der Festplatte bergen, weil z.B. die Elektronik der Platte im Eimer ist. Eine weitere Ursache -gerade bei Laptops- sind Diebstähle. Rechnet immer damit, daß jemand euren Computer klauen könnte, lasst Eure Daten nicht unverschlüsselt darauf liegen und macht auf jeden Fall regelmäßige Backups!

 

Wie wichtig sind Backups?

Das kommt natürlich darauf an, wie wichtig eure Daten bzw. eure Betriebssystem-Konfigurationen sind... Stellt euch einfach mal vor, ihr würde alle Daten, die auf eurem Rechner sind, verlieren! Alle Eigenen Dateien wären weg, alle eMails, alle installierten Programme müssten neu installiert werden, die darin gespeicherten Einstellungen müssten neu vorgenommen werden, etc. etc. Wäre das ein Verlust? Wenn ja, solltet ihr in jedem Fall regelmäßig entsprechende Backups machen. Im Hausgebrauch fallen meist wenige wirklich wichtige Daten an, aber sobald irgendwelche Geschäftsdaten, längere Dokumente (Hausarbeiten, Facharbeiten, Diplomarbeiten, ...) oder ganz besonders digitale Fotos ins Spiel kommen, werden Backups oft sehr wichtig. Denn wer will schon die Arbeit von Wochen oder gar Monaten verlieren?

 

Welche Arten von Backups gibt es?

Ich unterscheide prinzipiell zwischen zwei verschiedenen Arten:

  1. Backup der wichtigen Dateien (z.B. Daten mit Nero auf CDs brennen)
  2. Vollständige, lauffähige Systembackups (diese werden z.B. mit sog. Image-Programmen wie TrueImage erstellt und können auch auf DVDs gebrannt werden)

Variante Eins ist die kostengünstigste und meistens auch einfachste Möglichkeit: Man braucht keine teure Software dafür, sondern nur externen Speicher wie z.B. CD- oder DVD-Rohlinge, die man mit einem geeigneten Brenner beschreibt. Dafür ist es günstig, wenn man sich angewöhnt, alle wichtigen Dateien in einem bestimmten Ordner abzulegen. So braucht man im Zweifelsfall nur diesen Ordner auf eine CD zu brennen und spart eine Menge Zeit.

Die zweite Variante sind vollständige, lauffähige Systemkopien, die mit einem besonderen Programm erstellt werden. Diese Backups nennt man auch 'Images', da sie ein Abbild der Festplatte darstellen. Lauffähig bedeutet dabei: wenn ihr eure Festpaltte formatiert (also den Inhalt löscht) oder eine neue Festplatte einbaut, dann könnt ihr das Image zurück spielen, und habt wieder genau den Zustand des Betriebssystems mit allen Dateien und Einstellungen, wie es zu dem Zeitpunkt war, als ihr das Image erstellt habt. Diese Backups sind für diejenigen wichtig, die immer ein funktionierendes Betriebssystem benötigen und keine Zeit für (oder Ahnung) für langwierige Neuinstallationen haben. Zum Erstellen eines solchen 'Images' eignet sich "Acronis True Image", das in einer älteren Version auf einigen PC-Zeitschriften enthalten war (Siehe Software-Liste). Alternativ kann man z.B. Norton Ghost einsetzen. Die derzeit aktuelle Version von TrueImage (True Image 9.0) ist rasend schnell und kann Images in Minutenschnelle wieder herstellen. Ein aktuelles System-Abbild von mir habe ich erst kürzlich in nur drei Minuten wieder aufspielen können. Sehr praktisch ist, daß man zum Anfertigen dieser Abbilder den PC nicht mehr neu starten muss. Man kann ein Image des laufenden Betriebssystems machen und nebenbei einfach weiter arbeiten...

 

Warum sollte ich meine wichtigen Dateien lieber nicht auf Festplatte (Partition) C: speichern?

Stellt euch folgendes Szenario vor: Ein digitaler Schädling hat trotz aller Vorischtsmaßnahmen euer Betriebssystem lahmgelegt. Sobald ihr Windows gestartet habt, ist der Rechner wie blockeiert, ihr könnt kein Programm mehr starten und beim besten Willen kein Backup eurer Dateien mehr anfertigen. Da ihr den Rechner dringend wieder benötigt, formatiert ihr Festplattenparition c:, um den Schädling los zu werden und installiert Windows neu. Doch o weh! Eure wichtigen Dateien waren auf c: in dem Ordner 'Eigene Dateien' gespeichert, und der ist nun mit über den Jordan gegangen...

Wenn man Dokumente auf Laufwerk C: speichert und diese im Fehlerfall retten will, hat man meist eine Menge Ärger. Gerade wenn das Betriebssystem in einem solchen Fall nicht mehr funktioniert, kommt ein unbedarfter Anwender alleine meist nicht weiter...

Daher ist es praktisch, wenn man alle wichtigen Dokumente grundsätzlich in einem Ordner auf einer anderen Partition bzw. Festplatte speichert als auf "C:". Wenn das Betriebssystem streikt oder mit Schädlingen verseucht ist, kann man es problemlos löschen und neu installieren. Die Daten auf der anderen Parition bleiben erhalten (doch muss man auch hierbei etwas Vorsicht walten lassen!). Gerade beim Umgang mit Images (siehe oben) ist diese Vorgehensweise nicht nur praktisch sondern auch wichtig, da man sonst gerne vergisst, die aktuellen Dateien vor dem überspielen eines Backups zu retten.

 

Welcher Backup-Typ ist für mich der Richtige?

Das kommt natürlich darauf an, was für Daten ihr sichern wollt:

Wenn euch nur die Daten wichtig sind, die ihr in bestimmten (wenigen) Ordnern speichert, dann reichen einfache Backups, also Kopien der Daten auf CD oder DVD aus.

Ist es euch wichtig, dass Euer Betriebssystem immer zur Verfügung steht, weil eine Installation mehrere Tage dauert? Dann solltet ihr ein vollständiges, wiederherstellbares Systembackup mit einem Imageprogramm machen.

Wenn ihr wichtige Dateien in sehr vielen verschiedenen Ordnern liegen habt, würde es sich meist nicht lohnen, dafür ein Backup-Profil zu erstellen. Daher lohnt sich meist ein vollständiges Systembackup mit einem Image-Programm.

 

Wohin sollten die Backups gespeichert werden und was ist zu beachten?

Es gibt leider keine sicheren Speichermedien. Vertraut daher keiner einzelnen CD, DVD oder Festplatte!

Hier herrschen durchaus geteilte Meinungen. Manche sagen, es reicht, wenn man die wichtigen Daten auf eine externe Festpallte speichert und diese dann physikalisch vom Rechner abklemmt. Das ist zwar meist sehr praktisch, aber ich halte es für unzureichend. Daten auf Festplatten können auch versehentlich oder durch Schädlinge verändert bzw. gelöscht werden, wodurch ein Backup dann unbrauchbar werden kann. Außerdem habe ich ja schon erwähnt, wie unzuverlässig heutige Festplatten geworden sind. Sicherlich ist es unwahrscheinlich, daß euch in schneller Reihenfolge Daten von Hauptrechner verloren gehen UND die externe Festpaltte ihren Geist aufgibt (oder gestohlen wird) - Doch ich möchte mich nicht darauf verlassen müssen. Es gibt ja auch noch Ereignisse wie z.B Blitzeinschläge, bei denen elektronische Geräte kollektiv das Zeitliche segnen...
Keinesfalls sollte man Backups (nur) auf einer Festplatte machen, die oft an den Computer angeschlossen ist, da die Störanfälligkeit dabei sehr groß ist.

Die beste Alternative sind derzeit (wo BlueRay-Laufwerke noch zu teuer sind) CD- und DVD-Rohlinge! Dabei ist zu beachten, daß man keine Billig-Rohlinge sondern wirklich gute Markenrohlinge nehmen sollte. Auch pseudo-gute Marken aus dem Supermarkt sollte man bei wichtigen Datenbeständen lieber meiden, die Fehlerquote ist bei diesen Billig-Rohlingen sehr hoch. Empfehlenswert waren bisher meist TDK, Verbatim & Co, für die sich ein paar Cent Aufpreis wirklich lohnt! Hier gilt: einfach mal nach aktuellen Rohling-Tests im Netz suchen und entsprechend einkaufen.

Nur vollständige und konsistente Backups bringen etwas!

Fazit: Egal wohin ihr eure Daten speichert - neachtet, dass ihr prüfen müsst, ob die Daten auch wirklich sicher auf dem Speichermedium gelandet sind, und ob sie auch komplett sind! Im Fall einer externen Festplatte dauert das ein wenig, aber diejenigen, die ihre Dateien einfach brennen, haben es da einfacher: Die meisten Brennprogramme bieten eine Option an, um die Daten nach dem Brennvorgang noch einmal mit den Originaldaten zu vergleichen.

 

Wie Häufig sollte man Backups machen?

Das hängt natürlich von eurer Art der Computernutzung ab. Wenn ihr nur alle 2 Wochen neue und wichtige Daten auf dem Rechner vorligen habt, wäre ein wöchentliches Backup zu viel des Guten. Hier würden sich zweiwöchentliche oder gar monatliche Backups anbieten. Ihr müsst euch immer die Frage stellen: wie wichtig sind mir die Daten, bzw. wie lange würde ich benötigen, um meine Arbeit seit dem letzten Backup wiederherzustellen? Dementsprechend solltet ihr die Häufigkeit euerer Dateisicherungen festlegen.

 

Wie sicher sind Backups und wie bewahre ich sie am besten auf?

Firmen mit wirklich wichtigen Datenbeständen wie beispielsweise Banken speichern ihre wichtigen Informationen nicht nur an einem Ort, sondern bewahren Kopien (in Form von Servern) an mehreren Standorten auf. Passiert etwas an einem Standort (Umweltkatastrophen, Unfälle, Feuer, Anschläge), so sind an einem anderen, meist besser gesicherten Standort (im Extremfall z.B. auch ein altes Bergwerk oder irgendwelche anderen unterirdischen Anlagen) noch alle Daten abrufbar. Die Wahrscheinlichkeit, daß an mehreren Standorten eine Ausnahmesituation auftritt, die zu einem Datenverlust führt, ist damit äußerst gering. Doch auch das ist noch keine hundertprozentige Sichert - denn die gibt es natürlich nicht! Es ist also immer abzuschätzen, wie wichtig die zu sichernden Daten sind, und dementsprechend gut müssen dann auch die Notfallsysteme sein.

Mehrere Kopien an verschiedenen Orten sind immer besser als eine einzige Kopie. Mehraufwand zahlt sich im Notfall aus.

Doch was lernen wir jetzt aus diesem kleinen gedanklichen Ausflug? Ganz einfach: mehrere Kopien an verschiedenen Orten sind immer besser als eine einzige Kopie. Und was wirklich wichtige Daten (eine Diplomarbeit, Dissertation, Kundendaten, ...) angeht: Wenn man die Möglichkeit hat, ein Backup an einem anderen Ort als in der eigenen Wohnung (ggf. gesichert/verschlüsselt) abzustellen, sollte man das tun. Brennt die eigene Wohnung ab, weil der Weihnachtsbaum umfällt, ist das Diplom-Backup bei Freundin Uschi unter dem Kopfkissen oder im Bankschließfach von Papa immer noch sicher aufbewahrt :-) Übrigens: Um ein Backup oder wichtige Papier-Dokumente halbwegs feuersicher in der eigenen Wohnung zu lagern, kann man auch eine (teure) feuersichere Geldkassette kaufen (diese halten aber nur eine gewisse Zeitspanne hohe Temperaturen aus).

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Haltbarkeit der Speichermedien. Festplatten gehen wie schon beschreiben häufig kaputt. Aber auch viele Rohlinge -auch die der Markenhersteller- halten die ihnen anvertrauten Daten nicht langfristig. Die Haltbarkeit wird zwar mit 10 Jahren angegeben, aber teilweise sind die Rohlinge nach 1-2 Jahren schon nicht mehr lesbar! Wichtig für die Haltbarkeit von gebrannten Rohlingen ist natürlich auch die Art der Lagerung: möglichst kühl, möglichst trocken, keine Sonneneinstrahlung und nicht schräg lagern sind dabei die goldenen Regeln.

Wer Daten längerfristig aufbewahren möchte tut gut daran, die Daten auch auf mehrere Speichermedien verschiedener Art oder zumindest verschiedener Hersteller zu kopieren. So lassen sich im Fehlerfall die Daten meist doch noch von einem Speichermedium auslesen.

 

Etwas komplizierter - So kann man halbautomatische Backups mit Nero machen:

Wenn man in Nero einen 'Job' speichert und bestimmte Verzeichnisse darin angibt, so funktioniert das zwar, jedoch werden dann beim späteren wieder-benutzen eines solchen 'Jobs' neue Dateien in den Verzeichnissen nicht berücksichtigt. Daher habe ich mir die Kommandozeilenbefehle zusammen gesucht, um mit Nero diverse Verzeichnisse auf eine DVD brennen zu können. Das Kommando habe ich in einer Batch-Datei untergebracht, so daß ich "auf Knopfdruck" ein Backup der festgelegten Verzeichnisse machen kann:

Inhalt der Datei "Backup.bat" (kann mit einem Texteditior erzeugt werden, die Zeile enthält keinen Zeilenumbruch):

"C:\Programme\Ahead\Nero\NeroCmd.exe" --write --drivename f --real --speed 8 --iso Backup --iso-mode2 --enable_abort --underrun_prot --verify --dvd "D:\Verzeichnis 1" "D:\Verzeichnis 2 " --recursive --force_erase_cdrw

Dieser Befehl würde entsprechend die beiden Verzeichnisse "Verzeichnis 1" und "Verzeichnis 2" von Partition D: mitsamt allen Inhalten auf eine DVD brennen. Ihr könnt an der Stelle beliebig viele Verzeichnisse angeben, die Datenmenge darf nur nicht zu groß für einen Rohling werden... Liegt eine DVD-RW im laufwerk, so wird diese zunächst gelöscht und dann überschrieben. Beachtet beim kopieren des Befehls bitte, daß darin kein Zeilenumbruch enthalten sein darf, er muss in der Batch-Datei in genau einer Zeile stehen! Außerdem müsst ihr eventuell den Pfad zu NeroCmd.exe anpassen, je nach dem wohin ihr das Programm installiert habt.



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